entfällt Baroque Lounge II – Händel Festspiele Halle

Datum/Zeit
Date(s) - 07.06.2020
19:30 - 23:30

Händel Festspiele Halle  (29.05. bis 14.06.2020)

Baroque Lounge II: „Stigie larve – Geister der Hölle”

Werke von G. F. Händel, W. A. Mozart, A. Vivaldi, C.W. Gluck, u. a.

Solisten: Candida Guida (Alt), Marcello Nisinman (Bandoneon, Komposition, Arrangements), Alberto Mersica (Gitarre), Winfried Holzenkamp, (Kontrabass)

Tickets 20/15 Euro

Die Werke des Abends bieten ein breites Panorama an menschlichen Empfindungen. Im Mittelpunkt des Konzertes steht die Wahnsinnsszene des Orlando, ein Höhepunkt in G. F. Händels Opernschaffen, am Ende des zweiten Akts aus der gleichnamigen Oper, die 1733 am King‘s Theatre in London zur Uraufführung kam. Der Stoff ist Ariostos „Orlando furioso“ entnommen und auf eine barocke Opernhandlung hin zugeschnitten: Paare ver- und entlieben sich, es wird getäuscht und verwechselt bis hin zum kompletten Gefühlschaos. Orlando verfällt dem Wahnsinn, als er glaubt, seine Geliebte Angelica habe sich mit dem Rivalen Medoro verbunden. Vor Erregung außer sich, wähnt er sich dabei in der Unterwelt. Die Musik wirkt traumatisch, Rezitative werden mit Arienteilen verbunden und durcheinander geworfen, die Tonarten und das Taktgefüge gerät aus den Fugen. Händel schrieb dem Sänger Senesino, eigentlich Francesco Bernardi, in die Kehle. Zum Geschehen passen die weiteren Arien und Instrumentalstücke, ausgewählt und arrangiert von Marcello Nisinman.

End of Line

Clubnacht mit dem Kollektiv WÜST (Halle) im Anschluss an die Baroque Lounge im WUK Theater Quartier // Tickets: 8 €, an der Abendkasse, Besucher mit Konzertkarte Eintritt frei

Erstmals gastieren die Händel-Festspiele im WUK Theater Quartier, und zur Premiere gibt es etwas Außergewöhnliches. Der argentinische Allroundkünstler Marcello Nisinman arrangiert die groovigen Hits der Musikgeschichte neu, entfernt jahrhundertealte Patina und schafft so den Brückenschlag ins 21. Jahrhundert. „Stigie larve – Geister der Hölle”, das berühmte Accompagnato aus Händels „Orlando“ steht exemplarisch für das Konzert.

Die herausragende italienische Altistin Candida Guida beschwört mit ihrem bemerkenswerten tiefen Register die Geister der Hölle, aber auch lyrische und tief emotionale Arien aus Opern Händels, Mozarts u. a. So lebendig kann Alte Musik klingen!

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